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Stereoskopie in der Bildtelefonie

03.05.2020 | Neue Erfindung
Die Bildtelefonie gehört heute schon zu dem Alltag. Die Vorteile, den Gesprächspartner sehen zu können ist unbestritten. Die nächste Entwicklungsstufe in der Bildtelefonie wäre, den Gesprächspartner authentisch mit Tiefenwirkung sehen zu können. Dann hätte man den Eindruck, als würde der Gesprächspartner direkt vor einem stehen. Dies würde funktionieren, wenn autostereoskopische Monitore zum Einsatz kommen. Stereokameras würden das Bild live zum Gesprächspartner übertragen.


3D-FotosHinweis: Die folgende Fotogalerie unterstützt auch eine 3D stereoskopische Wiedergabe. Infos

 

Das 3D Bildtelefon

Bildtelefonie

Mit Sicherheit hat man in diesem Bereich schon Experimente gemacht. Das Problem ist allerdings der Augenkontakt und die Perspektive. Würde man die Kameras nur oberhalb des Monitores positionieren, dann entsteht aus der Bildperspektive kein Augenkontakt oder eine realistische visuelle Übertragung wie auf den folgenden Bildern zu sehen.

Bildtelefonie
Bildtelefonie

Erst wenn man direkt in die Kamera blickt, bekommt der Gesprächspartner den Eindruck direkt angesehen zu werden. Die Kamera müsste in diesem Fall direkt vor dem Bildschirm stehen, was aber die Sicht zum Gesprächspartner versperren würde.

Um das Problem zu lösen, sich störungsfrei gleichzeitig in die Augen sehen zu können, müsste man eine weitere Stereokamera unterhalb des Bildschirmrandes platzieren. Mit dieser Methode wird gleichzeitig eine Aufnahme aus vier Perspektiven gemacht. Zur selben Zeit tracken die Kameras die Augenposition der Gesprächsteilnehmer.

Bildtelefonie

Eine Software berechnet dann mittels eines Morph verfahren in Echtzeit aus den vier Kameraperspektiven ein stereoskopisches Bild in SBS-Format, welches dann zu den anderen Gesprächsteilnehmer übertragen wird. Ein perfecktes Bild erreicht man, wenn die Trackingdaten der Augen von beiden Gesprächspartner miteinander angepasst werden und sich in Echtzeit synchronisieren.

Bildtelefonie
Bildtelefonie

 

Die Hardware und die Software sind bereits erfunden. Man müsste alle Komponenten miteinander so verbinden, dass es zu einem fertigen Produkt werden. Selbstverständlich benötigt diese Art von Bildtelefonie hohe Rechenkapazitäten und eine gute Datenübertragung zum Gesprächspartner. Eine Einschränkung gibt es nur, wenn man zu nahe am Bildschirm sich befindet. Dann würde eine saubere stereoskopische Bildberechnung nicht mehr funktionieren.

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